Im Bochumer Viktoria.Quartier treffen jedes Jahr internationale und regionale Künstler*innen im adhocraum aufeinander. Mit einer vierteiligen Ausstellungsserie in Kombination mit Künstlerresidenzen bot der Projektraum auch im Jahr 2022 Künstler*innen eine Schnittstelle, um sich zu vernetzen, Ideen auszutauschen und ihre Werke dem örtlichen Publikum vorzustellen. Das Ausstellungsprojekt fand im Rahmen des Projekts Kreativ.Quartiere Ruhr, gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und umgesetzt von ecce – european centre for creative economy GmbH, statt.
Eine Doppelgarage als White Cube
Bei dem adhocraum handelt es sich um eine ehemalige Doppelgarage, die als White Cube funktioniert. Während Jonas Hohnke aus Wuppertal die Garage mit seiner Rauminstallation „oTTo“ füllte, schuf Matteo Ceretto Castilgiano aus Turin die raumbezogene Wandarbeit „schadenfreude“, welche die Künstlichkeit des Raums noch verstärkte. Mit sinnlich, filigranen Kunstwerken wie „A. Synthetic“ des schweizerisch-französischen Künstlerpaar Barbezat-Villetard, das Licht, Geruch, Raum und Assoziationen in den Fokus stellt, oder vollständigen Neuordnungen des Raumes wie „51°28´42´´N 7°12´45´´O“ von Schirin Kretschmann aus München/Berlin, die den gesamten Inhalt einer benachbarten Garage – einschließlich eines Jaguars – in den Raum integriert, dient die ehemalige Doppelgarage als Plattform für kontextbezogene, raumbezogene und zeitgenössische Kunst. Der enge Austausch mit Initiativen aus dem Quartier und der regionalen Künstlerszene macht lokale Künstler*innen sichtbar und fördert den Dialog zwischen regionalen und überregionalen Positionen.
Kunst meets Musik – Punk Goes Acoustic
Bereits seit zehn Jahren begleitet die Konzertreihe „Punk Goes Acoustic“ die Ausstellungen mit musikalischen Darbietungen. Im Jahr 2022 fanden drei Veranstaltungen mit sechs Acts statt, die dank der Förderung realisiert werden konnten. Die besondere Kombination aus Punkmusik und akustischer Performance zog über die Jahre eine treue Fangemeinde an und trug dazu bei, regionale und internationale Musikkontakte zu knüpfen.
Dank der Förderung konnten nicht nur die Ausstellungen und Residenzen im adhocraum umgesetzt werden, sondern auch die ehrenamtlich tätigen Mitarbeiter für ihre Arbeit entlohnt werden. Die finanzielle Unterstützung ermöglichte es dem Projektraum, seine künstlerischen Aktivitäten weiter auszubauen und sowohl lokale Talente als auch die Kulturlandschaft Bochums zu beleben.
